Informationen zu den EU-Energielabeln

Das bereits 1994 eingeführten EU-Energielabel hilft seit jeher Verbrauchern und Konsumenten bei der Kaufentscheidung, indem es Auskunft über die Energieeffizienz von elektronischen Geräten gibt. Die so eingesparte Energie schont nicht nur den Geldbeutel der Verbraucher, sondern sorgt gleichzeitig durch den geringeren Verbrauch für einen umweltschonenden Effekt.

Seit der Einführung des Labels wird dabei, in Anlehnung an das amerikanische Schulnotensystem, in die Klassen A bis G abgestuft. Dieses System wird zusätzlich mit einer farbigen Abstufung in Ampelfarben unterstützt. So erhalten die effizientesten Geräte die Bestnote A, die grün gekennzeichnet ist und jene Geräte mit dem höchsten Energiebedarf die rot gekennzeichnete Note G. Hier ein Beispielbild (© BMWK) zwischen dem alten und dem neuen Label.

Im Laufe der Zeit wurden die Geräte aufgrund technischer Neuerungen immer effizienter. Dies hatte zur Folge, dass 2003 die Skala um die Klassen A+ und A++ und im Jahr 2011 sogar um die Klasse A+++ erweitert wurde. Da sich bis 2021 immer mehr Geräte in den höchsten Klassen tummelten und eine Differenzierung des Energieverbrauchs nur noch bedingt möglich war, kam es im März 2021 zur Neuskalierung des Labels für einige Produktgruppen. Die neuen Label gelten inzwischen für elektronische Displays (Monitore, Fernseher usw. - Beispielbild © BMWK), Lichtquellen, Geschirrspüler, Waschmaschinen, Waschtrockner und Kühl- und Gefriergeräte. Beibehalten wurden weiterhin die Klassen A bis G während die Zusatzklassen A+, A++ und A+++ abgeschafft wurden. Die Klassengrenzen haben sich so verschoben, dass sich Geräte, die zuvor in den effizientesten Klassen eingestuft wurden, nach der Anpassung in den Klassen B und C wiederfanden. Auf diese Weise besteht Luft nach oben für zukünftige Verbesserungen.

Neben der Skalierung wurden auch die Berechnungsmethoden angepasst, sodass ein direkter Vergleich der Verbrauchswerte nur bedingt möglich ist. Ein optischer Vergleich des alten und neuen Labels ist auf diesem Beispielbild (© BMWK) zu sehen. Darauf ist auch zu erkennen, dass sich neben der angepassten Skala und dem neuen Design zusätzlich ein QR-Code in der rechten oberen Ecke befindet. Scannt man diesen gelangt man auf eine EU-Produktdatenbank (EPREL), auf der zusätzliche Geräteinformationen abgerufen werden können.

Logischerweise werden die unterschiedlichen Geräteklassen unterschiedlich bewertet. In die Bewertung fließt in erster Linie der Stromverbrauch ein. Darüber hinaus werden aber auch klassenspezifische Informationen wie die Geräuschemissionen, das Ladevolumen, die Restfeuchte oder der Wasserverbrauch berücksichtigt.

Weitere Informationen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) zum EU-Energielabel findest du hier.


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